Masterarbeit

Tag 7 – Raupen futtern

Mopanewürmer zum Mittagessen.

Reisetagebuch Namibia Uni-Projekt
Tag 7 – Raupen futtern

Tag 7 – Raupen futtern

Tagesablauf und technische Arbeiten

Der Tag begann früh um 6 Uhr morgens. Die Morgentemperaturen in Namibia waren überraschend kühl im Vergleich zum Rest des Tages, wobei noch kältere Tage bevorstanden.

Im Büro angekommen, konzentrierten sich die Arbeiten auf das Propel-Framework. Alex hatte die Idee, eine virtuelle Maschine auf meinem Rechner einzurichten, um mir endlich Internetzugang zu ermöglichen. VmWare wurde installiert, eine Windows XP VM transferiert und eine IP-Adresse aus dem Uni-Netzwerk verwendet (ich entschuldige mich hiermit bei der Person mit der IP 10.1.3.138).

Mit funktionierendem Internet gelang es, Apache und Propel zum Laufen zu bringen – eine Aufgabe, die auf Alex's Notebook drei Tage gedauert hätte, wurde auf der VM in etwa einer Stunde abgeschlossen. Ein selbst eingerichteter Apache ist einfach besser als XAMPP.

Nebenbei verbesserte sich unser Englisch merklich.

Das kulinarische Abenteuer: Mopanewürmer

Der Höhepunkt des Tages war das "große Fressen". Nach der Uni holten wir die Kinder ab. Trotz des mulmigen Gefühls im Magen habe ich die Mahlzeit fotografisch dokumentiert.

Die Mahlzeit bestand aus:

  • Brei aus unbekannten Zutaten
  • Bohnen
  • Getrockneter Spinat mit Soße
  • Mopanewürmer (Raupen)

Geschmackserfahrungen

Alex probierte die Raupen und aß sogar zwei Stück. Ich brauchte deutlich mehr Überredungskunst.

Der getrocknete Spinat, der auf Hausdächern in den Vororten getrocknet wird, schmeckte wie "altes aufgeweichtes Blattgrün welches durch und durch mit Sand durchzogen ist". Der Sand weht während des Trocknungsprozesses auf die Dächer und lässt sich nur schwer entfernen.

Der Brei wurde als geschmacklich "komisch, undefinierbar" beschrieben. Die Bohnen, die in Schoten gegart wurden, waren noch das Beste der Mahlzeit, erreichten aber ebenfalls nicht das gewünschte Geschmacksniveau.

Alex äußerte die Befürchtung, dass in den Vororten nur solche Speisen angeboten würden, und ich kündigte an, etwa 20 Kilogramm abnehmen zu werden.

Geschmacksrettung und Fazit

Unmittelbar nach dem Essen rannten wir ins "Checkers" und kauften Schokolade und Cola, um den penetranten Geschmack des Breis zu überlagern. Trotz der hohen Preise war dies notwendig.

Die Reiseführer-Beschreibungen, die Mopanewürmer mit würzigen Pommes frites vergleichen, sind Quatsch: "Würzige Pommes frites schmecken bei mir daheim anders. Sie haben keinen Kopf und gucken mich nicht beim Essen der Selbigen an."

Fazit: Du bist, was du isst. Ein niederes Gewürm!