Die Skelettküste – Naturschutz im globalen Kontext
Dort, wo die gewaltigen Dünen der Namib auf den Atlantik treffen, liegt die Skelettküste. Diese Region ist ein Rückzugsort für seltene Arten wie den Wüstenlöwen und steht heute im Zentrum internationaler Naturschutzbemühungen.
Löwen-Monitoring am Limit
Das Überleben der Löwen in dieser rauen Umgebung wird durch den Northwest Lion Survey gesichert. Eine Besonderheit ist hier der Einsatz der Lion Rangers: Diese Experten überwachen die Raubtiere oft zu Fuß, suchen nach Spuren und sichern kritische Korridore. Ihre Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil, um die Wanderrouten zwischen der Küste und dem Hinterland offen zu halten.
Globale Rahmenbedingungen und Tourismus-Erholung
Die Verwaltung dieser Gebiete ist heute in globale Strategien eingebettet. Namibia orientiert sich am Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (GBF), das bis 2030 weltweit 23 Ziele zur Rettung der Biodiversität vorgibt. Auch der Kigali Call to Action betont die Bedeutung der Rechte indigener Gemeinschaften für den Schutz afrikanischer Naturräume.
Dass dieser Weg Früchte trägt, zeigt die Tourismusstatistik: 2022 verzeichnete Namibia einen Zuwachs der internationalen Ankünfte um 98,1 % auf 461.027 Besucher. Dies sicherte die 3.223 Arbeitsplätze, die direkt im CBNRM-Sektor bestehen.
Herausforderung Bergbau
Trotz der Erfolge bleibt Wachsamkeit geboten. Die Vergabe von Schürfrechten für den Bergbau innerhalb von Conservancies wird im aktuellen Jahresbericht als ernsthafte Bedrohung für den nachhaltigen Tourismus und die empfindlichen Ökosysteme eingestuft.
Takeaways:
- Einsatz unter Extrembedingungen: Lion Rangers überwachen Raubtiere zu Fuß.
- Tourismus-Boom: 98,1 % Anstieg der Besucherzahlen im Jahr 2022.
- Globaler Standard: Umsetzung des Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework.
- Gefahren: Industrieller Bergbau bedroht nachhaltige Entwicklungsziele.