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Safari im Etosha-Nationalpark – Der ultimative Guide

Der Etosha-Nationalpark: 22.935 km².

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Safari im Etosha-Nationalpark – Der ultimative Guide
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Safari im Etosha-Nationalpark – Der ultimative Guide

Der Etosha-Nationalpark ist ein 22.935 Quadratkilometer großer Nationalpark im Norden von Namibia und das bedeutendste Schutzgebiet des Landes. Der Park liegt am Nordwestrand des Kalahari-Beckens und umfasst fast die gesamte 4.760 km große Etosha-Pfanne. Der Name "Etosha" stammt aus dem Oshivambo und bedeutet so viel wie "großer weißer Platz".

Geschichte des Parks

Am 22. März 1907 erklärte der Gouverneur von Deutsch-Suedwestafrika, Friedrich von Lindequist, 99.526 km des heutigen Namibia zum Naturschutzgebiet, nachdem der ehemals reiche Wildbestand durch Wilderei und bedenkenlose Grosswildjagd bis an den Rand der Ausrottung reduziert worden war. Elefanten gab es bereits seit 1880 nicht mehr in dieser Gegend und die früher zehntausend Tiere zählenden Antilopenherden waren weitgehend verschwunden.

Die Schutzmassnahmen hatten Erfolg und führten zu einer allmählichen Regeneration der Wildbestände. 1964 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt. 1973 wurde der Park komplett eingezäunt. Durch künstliche Wasserlocher stieg der Wildbestand im Park stark an.

Der Park heute

Der Park ist für Touristen vollständig zugänglich. Der östliche, von der Etosha-Pfanne geprägte Teil ist für Touristen mit Pkw frei zugänglich. Seit Anfang 2014 ist auch der Westteil am Galton Gate für alle Besucher geöffnet. Beide Teile sind durch Pads (Straßen) erschlossen, die an den zahlreichen natürlichen und künstlichen Wasserstellen vorbeiführen. Die meisten Straßen sind nicht asphaltiert, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 60 km/h.

Einlass ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das Verlassen der Fahrzeuge ist nur in den umzäunten Rastlagern und an wenigen ausgewiesenen Stellen gestattet.

Zugänge zum Park

Der Park hat vier Zugänge:

  • Im Osten das Von-Lindequist-Tor, das über die asphaltierte Hauptstraße C38 in den Ostteil bis nach Namutoni führt.
  • Im Norden das King-Nehale-Tor, das in den nordöstlichen Teil führt.
  • Im Sueden das Anderssons-Tor, das in den zentralen Sueden über die asphaltierte C38 nach Okaukuejo führt.
  • Im Westen das Galton-Tor, den Zugang zum westlichen Teil des Parks.

Unterkünfte im Park

Im Park gibt es sechs Unterkünfte, alle betrieben vom staatlichen Unternehmen Namibia Wildlife Resorts (NWR). Übernachtung außerhalb dieser Unterkünfte ist streng verboten.

  • Okaukuejo: Ehemals eine deutsche Polizei- und Militärstation im Sueden des Parks. Hier befinden sich die Parkverwaltung und das ökologische Institut. Das nachts beleuchtete Wasserloch ist legendär für Nashorn-Sichtungen.
  • Namutoni: Fort Namutoni ist eine ehemalige Polizei- und Militärstation im Ostteil, 123 Kilometer von Okaukuejo entfernt.
  • Halali: 1967 eröffnetes Übernachtungscamp, jeweils etwa 70 km von Okaukuejo und Namutoni entfernt. Das beleuchtete Wasserloch Moringa bietet hervorragende nächtliche Tierbeobachtungen.
  • Onkoshi: Nördlich von Namutoni gelegen, gilt als die luxuriöseste Unterkunft im Park.
  • Dolomite: Am westlichen Teil des Nationalparks gelegen, 2010-2011 errichtet.
  • Olifantsrus: 2014 eröffnet, bietet zehn Campingplätze und ein nachts beleuchtetes Wasserloch.

Wasserstellen

Es gibt im Park keine fließenden Gewässer und die Tiere sind die meiste Zeit des Jahres auf die natürlichen und künstlichen Wasserstellen angewiesen. Gegen Ende der Trockenheit sind viele der natürlichen Wasserstellen versiegt und es sammelt sich mehr Wild an den künstlichen Wasserstellen.

Bei den Wasserstellen kann man vier Arten unterscheiden:

  • Artesische Quellen: Wasser wird mit Druck an die Oberfläche gefördert. Die meisten dieser Quellen liegen in der Nähe von Namutoni (Klein-Namutoni, Koinachas, Goas, Chudop).
  • Grundwasserquellen in Kalkmulden: Beispielsweise Okaukuejo, Ombika, Groß Okevi und Klein Okevi.
  • Kontakt- bzw. Sickerquellen: Hier treffen zwei Formationen unterschiedlicher Durchlässigkeit aufeinander. Beispiele sind Salvadora, Springbokfontein und Okondeka am Rande der Etosha-Pfanne.
  • Künstliche Bohrlöcher: Beispielsweise Olifantsbad und Gemsbokvlakte.

Tierwelt

Der Etosha-Nationalpark beherbergt eine beeindruckende Vielfalt an Säugetieren. Im Park leben unter anderem Elefanten, Löwen, Leoparden, Spitzmaulnashörner, Giraffen, Zebras, Springböcke, Gnus, Kudus, Oryx-Antilopen und verschiedene Raubtiere wie Hyänen und Geparden. Der Park ist weltweit eines der wichtigsten Schutzgebiete für das vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashorn.

Jährlich besuchen etwa 200.000 Personen das Schutzgebiet. Neben dem Sossusvlei zählt der Etosha-Nationalpark zu den meistbesuchten Reisezielen in Namibia.

Vegetationszonen

Die Vegetationszonen im Park bilden sich aufgrund unterschiedlicher Boden- und Wasserverhältnisse. Die wichtigsten Zonen sind:

  • Kalksalz-Pfanne: Die fast unbewachsene Etosha-Pfanne mit salzigem und alkalischem Boden. Während der Regenzeit bietet sie Flamingos und anderen Wasservögeln Lebensraum.
  • Grasfelder: Am suedlichen und östlichen Rand entlang der Pfanne, wichtige Weidgründe für Antilopen und Zebras.
  • Mopanesavanne: Die Mopane ist als Busch oder Baum landschaftsprägend und stellt mit ihren eiweissreichen Blättern eine wichtige Nahrungsquelle für Pflanzenfresser dar.
  • Dornbuschsavanne: Bestehend aus verschiedenen Akazienarten, ein dünner Streifen rund um die Pfanne.

Fazit

Der Etosha-Nationalpark ist ein Weltklasse-Safari-Ziel, das durch seine einzigartige Kombination aus riesiger Salzpfanne, vielfältigen Vegetationszonen und einer beeindruckenden Tierwelt besticht. Ob als Selbstfahrer oder bei einer geführten Tour – die Wasserlöcher des Parks bieten garantierte und unvergessliche Wildtierbeobachtungen in einer der schönsten Landschaften Afrikas.